Behandlung

Behandlung 1: Schlafapnoe heilen

Einzige Alternative zur CPAP-Maske ist die Kiefervorverlagerung

Professor Sailer ist ein renommierter Spezialist für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und befasst sich seit mehr als 25 Jahren mit der obstruktiven Schlafapnoe. Er entwickelte an der Universitätsklinik Zürich die nachweislich erfolgreiche Operationsmethode zur lebenslangen Heilung «Rotation Advancement», die in der Klinik Professor Sailer bereits ein Routineeingriff ist.

Erholsamer Schlaf ohne Schnarchen und Atemstillstände

Die Neupositionierung von Ober- und Unterkiefer führt zu einer Vorverlagerung der Zunge, Gaumen und Gaumenbögen. Somit werden die Atemwege dauerhaft erweitert. Dies beseitigt die lebensbedrohenden nächtlichen Atemaussetzer und in den meisten Fällen auch das Schnarchen. Dies wird durch anschließende Schlaflaboruntersuchung bestätigt und in wissenschaftlichen Studienergebnissen gezeigt. 

Deutlich mehr Leistungsfähigkeit im Alltag 

Durch die Atemwegserweiterung wird die Sauerstoffsättigung im Blut bis zu 100% erhöht. Die erhöhte Sauerstoffzufuhr wirkt sich positiv auf alle Organe und den ganzen Körper aus. Der Patient hat einen erholsamen Schlaf, ist tagsüber ausgeruht, leistungsfähiger und hat nach Aussagen vieler geheilter Patienten wieder eine erhöhte Libido. 

Bluthochdruck ade

Bei fast allen Patienten, die sich der Schlafapnoe-Operation unterzogen haben, konnte schon nach kurzer Zeit ohne Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten eine Normalisierung des Blutdrucks erreicht werden.

Behandlung 2: BIMAX mit oder ohne Rotation
Der Unterschied

Die operative Kiefervorverlagerung des Ober- und Unterkiefers (bimaxilläre Umstellungsosteotomie) heilt die obstruktive Schlafapnoe für immer.
Es gibt jedoch einen wesentlichen Unterschied in der Vorgehensweise: 

Bimax mit oder ohne Rotation:

Nachfolgend finden Sie ausführliche Informationen beider Methoden.

BIMAX mit Rotation


Bimaxilläres Rotation Advancement nach Prof. Sailer

Bei dieser Methode erfolgt eine Rotation des Ober- und Unterkieferkomplexes gegen den Uhrzeigersinn, selbstverständlich unter Beibehaltung der Zahnstellung.

Vorteile des bimaxillären Rotation Advancement

Eine maximale Vorbewegung des Unterkiefers ist möglich, was auch bei schwerstgradiger OSAS erfolgreich ist. Bewegungen von ca. 20 mm oder mehr sind möglich. Dadurch öffnen sich die Atemwege viel weiter als bei der herkömmlichen Methode. Untersuchungen an Patienten, die mittels bimaxillären Rotation Advancement operiert wurden, (Forschungsarbeit: Zinser, Zachow, Sailer 2012, International Journal of Maxillofacial Surgery) haben gezeigt, dass die Atemwege nicht nur in vertikaler, sondern auch in horizontaler Richtung massiv erweitert werden. Vergleichbare Untersuchungen bestehen nach Wissen der Klinik Professor Sailer für die herkömmliche Methode nicht.

  1. Da der Oberkiefer nicht unnatürlich weit nach vorne bewegt werden muss, kommt es auch viel weniger zu einer Verbreiterung der Nasenflügel und einer Sattelnasenbildung. Auch die meist sehr unästhetische Vorwölbung der Oberlippe direkt unterhalb des Nasenbereiches wird vermieden.
  2. Durch die Rotation kommt es zu einer zusätzlichen Erweiterung des Nasopharynx, d.h. des obersten Teils der oropharyngealen Atemwege, wie es bei der konventionellen Kiefervorverlagerung nicht erfolgt.
  3. Das bimaxilläre Rotation Advancement erreicht auch hervorragende Ergebnisse bei allen Missbildungssyndromen mit Hypoplasie des Unter- und Oberkiefers, vor allem beim sogenannten Treacher-Collins-Syndrom und allen Wachsstumstörungen mit extrem fliehendem Kinn.


Wichtiger Hinweis zur bimaxillären Rotation Advancement nach Prof. Sailer

Die Klinik Professor Sailer verwendet nie Knochen des eigenen Patienten für die Stabilisierung des Oberkiefers. Dies ist ein grosser Vorteil, da dem Patienten eine zweite Operation an der Hüfte erspart wird. Der Eingriff an der Hüfte ist meist sehr schmerzhaft und es besteht hierbei ein zusätzliches Operationsrisiko. Die Klinik Professor Sailer verwendet nur lyophilisierten Bankknochen für die Stabilisierung im Bereich der Le-Fort-I-Osteotomilinie. 

Der Eingriff ist nur sehr erfahrenen Chirurgen vorbehalten. Um die Operationsmethode zu erlernen, sollte eine zusätzliche Ausbildung an der Klinik Professor Sailer absolviert werden. Der Operateur muss auch den Umgang Bankknochenblöcken und Kieferdistraktion beherrschen.

BIMAX ohne Rotation


Konventionelle bimaxilläre Operation ohne Rotation (engl. Maxillomandibular Advancement / MMA)

Die Bewegung des Ober- und Unterkiefers erfolgt meist gerade nach vorne und es werden meistens nur 5-10 mm Vorbewegung im Ober- und Unterkiefer angestrebt. Eine Bewegung von weniger als 10 mm im Bereich des Unterkiefers, an dem die Zunge angewachsen ist, ist meist ungenügend.

Der Oberkiefer muss ebenfalls 10 mm nach vorne bewegt werden. Dies ist jedoch aufgrund der anatomischen Situation und der Durchblutung des Oberkiefers risikoreich und auch in vielen Fällen nicht möglich. Die wissenschaftlichen Untersuchungen verdeutlichen, dass es auf die Vorbewegung des Unterkiefers ankommt, und nicht auf die des Oberkiefers. Der Oberkiefer muss bei der konventionellen Methode genauso weit nach vorne verlagert werden wie der Unterkiefer, da sonst die Zahnstellung nicht mehr übereinstimmt.

Nachteil der bimaxillären Operationsmethode

  1. Relativ geringe Vorbewegung von 5-10 mm für den Unterkiefer. Falls die schwergradige OSAS eine grössere Vorbewegung verlangt, ist nur eine Verbesserung des AHI als Erfolg zu bewerten, jedoch keine Heilung.
  2. Das Vorbewegen des Oberkiefers führt meist zu einem wenig ästhetischen Gesamteindruck. Dieser wird dadurch geschaffen, dass die Nase sehr breit wird und gleichzeitig zu stark angehoben wird. Es entsteht eine sog. «Stupsnase» oder «Sattelnase». Betroffene, die mittels Maxillomandibular Advancement operiert wurden, stören sich an der Vorwölbung der Oberlippe, wodurch der Eindruck einer «affenartigen Physiognomie» geschaffen wird.

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Behandlung 3: Ablauf der Schlafapnoe Operation

Die Operation an Ober- und Unterkiefer ist die einzige Behandlung, welche die Schlafapnoe für immer heilt. Nach dem Eingriff verbessert sich die Sauerstoffsättigung im Blut deutlich. Die Klinik Professor Sailer nimmt sich viel Zeit, um alle Ihre Fragen zu klären und eine optimale Vorbereitung für die OP zu gewährleisten.

Beratungsgespräch mit anschließender Untersuchung

In einem ersten Informationsgespräch werden die wichtigsten Fragen geklärt. Wenn der Patient im Anschluss an das Beratungsgespräch mehr Gewissheit über seine Erkrankung wünscht, wird eine Atemwegsanalyse anhand eines Fernröntgenbildes (Cephalogramm) erstellt. Bestätigt die Untersuchung den Verdacht auf Schlafapnoe, sollte der Patient zur weiteren Abklärung dringend ein Schlaflabor aufsuchen. Hilfreich ist für viele Betroffene der Informationsaustausch mit bereits behandelten Schlafapnoikern. Die Klinik Professor Sailer stellt hierfür gerne entsprechende Kontaktdaten von geheilten Patienten zur Verfügung. 

Untersuchungskosten

In der Regel werden die diagnostischen Untersuchungskosten von der Krankenkasse übernommen, wenn Verdacht auf eine obstruktive Schlafapnoe besteht. Die Kostenaspekte der Voruntersuchung sollten jedoch nach Empfehlung führender Schlafmediziner bei Verdacht auf lebensbedrohende Schlafapnoe nicht im Vordergrund stehen.  

Schlaflabor

Im Schlaflabor werden die Schlafqualität, die Schlafphasen (EEG) und Sauerstoffwerte im Blut gemessen sowie Atmung und Puls während des Schlafens aufgezeichnet. Die Werte aus dieser Untersuchung dienen der exakten Diagnose einer obstruktiven Schlafapnoe. Nach der Untersuchung im Schlaflabor erläutert Professor Sailer ausführlich die Labor-Ergebnisse. Diese Aufzeichnungen können dann mit den entsprechenden Daten nach durchgeführter operativer Behandlung verglichen werden. Somit kann eine vollständige Heilung nachgewiesen werden.

Operationsplanung

Entschließt sich der Patient nach der Schlaflabor-Auswertung für die chirurgische Heilbehandlung der obstruktiven Schlafapnoe, beginnt die Operationsplanung. Es wird ein ärztliches Zeugnis für die Krankenkasse erstellt sowie auch ein Kostenplan für die gesamte Behandlung. 

Operation

Um eine dauerhafte Heilung der Schlafapnoe zu gewährleisten, muss die Ursache behoben werden. Dies geschieht indem Unter- und Oberkiefer nach vorne verlagert werden. Dadurch erweitern sich die verengten Atemwege. Die Operation findet im Weisheitszahnbereich statt. Der Kiefer wird dort mit einem Ultraschall-Osteotom schonend gespalten. Deshalb ist die Zeit nach dem Eingriff nahezu schmerzfrei. Diese OP wurde bereits über tausend Mal durchgeführt und ist ein Routineeingriff in der Klinik Professor Sailer. Da nur im Mundraum operiert wird, entstehen keinerlei äusserlich sichtbare Narben. Aus diesem Grund können die behandelten Patienten sehr schnell wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. 

Patienten empfinden nach der Operation lediglich ein leichtes Ziehen und benötigen keine schmerzstillenden Medikamente. Dies ist dadurch zu erklären dass nur in die Knochenstruktur eingegriffen wird, in der sich keine Nerven befinden.

Nach der Operation

Am Tag nach der Operation ist der Patient mobil und schmerzfrei, es entsteht jedoch eine deutliche Schwellung. Diese ist in etwa mit dem Ziehen von 4 Weisheitszähnen vergleichbar. Die Schwellung baut sich allerdings nach ca. 2 Wochen vollständig ab und der Patient ist wieder fit und aktiv. Das Schnarchen verschwindet und der Geheilte erlebt aufgrund einer deutlich verbesserten Sauerstoffversorgung eine völlig neue Schlafqualität. Medizinische Hilfsmittel wie CPAP-Maske oder Anti-Schnarchschiene werden von jetzt an nicht mehr benötigt.  

Nach 3–5 Tagen kann der Operierte von der Sailerclinic in ein nahegelegenes Hotel umziehen. Etwa nach 10 Tagen ist der Patient soweit genesen, dass die Heimreise angetreten werden kann. Zwei Wochen später kann er im Normalfall seine gewohnte Tätigkeit wieder aufnehmen. Um den neu positionierten Kiefer zu schonen, sollte für ungefähr 2-3 Wochen nur flüssige und pürierte Kost eingenommen werden. Da vorrübergehend auf normale Kost verzichtet werden muss, ergibt sich zur Freude vieler Geheilter ein nicht unerheblicher Gewichtsverlust. 

Ein sehr positiver Begleiteffekt dieser Operationsmethode ist dass eine deutliche Attraktivitätssteigerung erzielt wird. Die Korrektur des Wachstumsdefizits, durch die Vorverlagerung der Kiefer, führt zu einem gesteigerten Selbstwertgefühl. Dies geht oft einher mit einer allgemein besseren Körperhaltung und führt zu einem souveräneren Auftreten.

Behandlung 4: Alternative zur CPAP Therapie

Was genau ist eine Cpap Behandlung? 

Hilfe bei bei Cpap Problemen

Schlafapnoe behandeln ohne Cpap-Maske

Die Cpap-Masken Behandlung ist eine symptomatische Therapie wobei das Gerät konsequent während des Schlafes ein Leben lang getragen werden muss.

Die Schlafapnoe ist eine lebensgefährliche Erkrankung, die sich durch häufige Atemaussetzer während des Schlafs bemerkbar macht.

Wirkung der Cpap Therapie

Derzeit werden die Symptome dieser Krankheit in den allermeisten Fällen mit einer sogenannten CPAP-Überdruckmaske (Continuous Positive Airway Pressure) behandelt. Mit Hilfe eines Gebläses wird Luft mit Überdruck von 5 bis 20 Millibar in die Lunge gepresst. Dieses verhindert das Zusammenfallen der Atemwege und lindert damit die Atemaussetzer. Die Wirkung hält nur so lange an wie die Maske genutzt wird. Somit ist es notwendig die künstliche Beatmungshilfe die ganze Nacht zu tragen. Seit Einführung dieser Therapie Ende der 80iger Jahre konnte die Häufigkeit von Folgeerkrankungen bei den Anwendern der CPAP-Maske merklich reduziert werden. Die Wirksamkeit dieser Anwendung setzt einen korrekten Beatmungsdruck und eine optimal passende Maske voraus.

Probleme mit der Cpap Atemmaske 

Allerdings liegen diese Optimalbedingungen in vielen Fällen nicht vor. Deshalb kommt es leider bei der CPAP-Therapie zu häufigen Problemen und Unverträglichkeiten. Diese können so schwerwiegend sein, dass der Patient die Therapie frustriert abbricht. Viele CPAP-Maskenträger berichten von folgenden Nebenwirkungen und Beeinträchtigungen:

  • Nächtliche Panikattacken aus Angst vor dem Ersticken, da das Ausatmen durch die Maske sehr beschwerlich ist
  • Druckstellen durch das Tragen der Maske
  • Kontaktallergien aufgrund von Materialunverträglichkeiten
  • Schwellungen und Entzündungen der Augen weil die Maske undicht sein kann (austretende Beatmungsluft bläst permanent in die Augen)
  • Starke Blähungen durch Luft im Magen, verursacht durch Beatmungsüberdruck
  • Brust- oder Lungenschmerzen, da man kontinuierlich gegen einen Druck ausatmen muss
  • Langzeitschäden (Bronchiektasen) der Lunge sowie Lungenentzündungen durch Mikroaspirationen infolge der Maskenbeatmung
  • Häufiger auftretende Erkältungskrankheiten bei Nutzung der Atemmaske
  • Trockene Mund- und Nasenschleimhäute durch die künstliche Beatmung
  • Übermäßiger nächtlicher Harndrang
  • Laute Geräusche durch die technische Beatmungshilfe, vor allem wenn diese verrutscht
  • Einschränkung des Zusammenlebens mit Partner/in wegen des Atemgerätes
  • Bewegungsbeeinträchtigung während des Schlafes
  • Die Maske kann bei Erkältungen oder Heuschnupfen nicht oder nur sehr eingeschränkt verwendet werden
  • Trotz Reduzierung der Atemaussetzer durch die CPAP-Maske verbleibt häufig ein hohes gesundheitliches Risiko, da die Anzahl der Apnoen nicht ausreichend reduziert wird

Mässige Therapieerfolge mit Cpap Geräten

Da die CPAP-Therapie keine Heilung der Schlafapnoe ermöglicht, muss die Maskenbeatmung ein Leben lang angewendet werden. Aus einer Vielzahl von Patientenberichten geht hervor dass das CPAP-Beatmungsverfahren oftmals die Atmungsstörungen nicht ausreichend therapiert (verbleibende Atemaussetzer von mehr als 10 pro Stunde Schlaf). Aus der Praxis ist auch bekannt, dass etwa 20% bis 30% der Patienten die von ihrem Arzt verordnete CPAP-Therapie nicht konsequent und regelmäßig einsetzen, da sie die Atemmaske nicht vertragen. In diesen Fällen bleibt der Therapieerfolg aus. Im Gegenteil: Diese Patientengruppen sind durch die Folgeerkrankungen, insbesondere des Herz- und Kreislaufsystems, nach wie vor in hohem Maße gefährdet. Nicht selten führt dann eine nicht behandelte Schlafapnoe zu einer deutlichen Verkürzung der Lebenserwartung. Um dies zu verhindern, muss die CPAP-Überdruckbeatmungstherapie während der Schlafphase konsequent und ohne Unterbrechungen durchgeführt werden. Ist dies aus den oben genannten Gründen nicht möglich, sollte dringend ein Facharzt aufgesucht werden, um eine geeignete alternative Therapieform zu finden.

Die einzige Alternative zur Cpap Therapie:

Die Ursache behandeln heilt Schlafapnoe für immer. 

Das lebenslange Tragen der CPAP-Maske lässt sich nur dann vermeiden, wenn die Ursachen der obstruktiven Schlafapnoe durch einen operativen Eingriff beseitigt werden. Bei dieser Operation werden durch das Vorverlagern des Ober- und Unterkiefers die oberen Atemwege dauerhaft erweitert.

Durch die von Prof. Sailer entwickelte, und weltweit einzigartige Operationsmethode «Rotation Advancement» wird die Schlafapnoe für immer geheilt. Die Nebenwirkungen der CPAP-Maske sowie die Einschränkungen der Lebensqualität gehören dann der Vergangenheit an.

Behandlung 5: Behandlung mittels Zungenschrittmacher

Da Atemaussetzer und Atemstörungen sich negativ auf das gesamte Herz- und Kreislaufsystem auswirken, werden neue Behandlungsformen wie der Zungenschrittmacher in der Praxis erprobt.

Unter Federführung der Berliner Charité wurde im Jahr 2012 testweise begonnen, Zungenschrittmacher bei Betroffenen zu implantieren. Dies soll die Atemstillstände im Schlaf verhindern und somit auch gegen das Schnarchen helfen.

Der Zungenschrittmacher wird – wie ein Herzschrittmacher auch – kurz unterhalb des Schlüsselbeins eines Schlafapnoikers eingesetzt. Eine Sonde, die mit einem Kabel mit dem Gerät verbunden ist, misst im Bereich des Rippenbogens die Bewegungen des Zwerchfells und registriert Atembewegungen und Atemfrequenz. Stellt der Zungenschrittmacher gefährliche Atempausen fest, stimuliert er mittels eines Stromimpulses den Zungennerv „Hypoglossus“. Dies sorgt dafür, dass der Zungenmuskel angespannt bleibt und die Zunge so nicht nach hinten fallen und den Atemweg verschließen kann.

Was in der Theorie sehr gut klingt, hat in der Praxis erhebliche Einschränkungen. Limitierend ist, dass nicht jede Patientengruppe mit dieser Methode therapiert werden kann. Ausschlusskriterien sind beispielsweise ein kleiner Kiefer, Übergewicht, vergrößerte Mandeln oder bestehende Herzerkrankungen. Diese aufwendige Operation kommt nach Ansicht von Experten nur für ein bis zwei Prozent der Betroffenen in Frage. Das liegt insbesondere daran, dass gerade bei Schlafapnoikern die genannten einschränkenden Faktoren überdurchschnittlich häufig festzustellen sind.

Hauptkritikpunkt dieses inplantierbaren Pulsgenerators (IPG) ist jedoch die Tatsache, dass es sich bei dem genannten Verfahren nicht um eine Ursachenbeseitigung und somit Heilung handelt, sondern nur um eine rein symptomatische Therapie. Dies bedeutet, dass die Schlafapnoesymptome lediglich zu einem gewissen Teil unterdrückt werden und dies auch nur bei regelmäßiger nächtlicher Nutzung. Eine erste große Studie mit 126 Patienten, die im „New England Journal of Medicine“ erschienen ist, hat gezeigt, dass ein Zungenschrittmacher die Anzahl der Atemaussetzer im Durchschnitt lediglich um 68% reduziert. Daraus ergibt sich, dass Patienten auch mit Benutzung eines Zungenschrittmachers, nicht beschwerdefrei sind.

Durch das operative Einsetzen der Stimulationselektrode kann der Unterzungennerv beschädigt werden, was zu Zungenbewegungsstörungen, Schluckstörungen und Sprechstörungen führen kann. Bei der Verbindung der Elektroden mit dem IPG besteht zudem die Gefahr, dass größere Adern, wie zum Beispiel Halsgefäße, sowie Nerven verletzt werden können. In diesem Fall müssten dann weitere Schnitte im Hals- bzw. Brustbereich erfolgen. In seltenen Fällen wurden auch allergische bzw. unverträgliche Reaktionen auf das eingebrachte Material beobachtet. Bei diesen Patienten musste dann der Zungenschrittmacher in einer weiteren Operation wieder entfernt werden.

Die Batterie des Stimulatorsystems muss zudem in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden. Je nach Nutzungsdauer geschieht dies etwa alle 6 bis 7 Jahre und macht dann jeweils einen neuen operativen Eingriff erforderlich.    

Da die Behandlung mittels Zungenschrittmacher erst vor ca. 5 Jahren eingeführt wurde, liegen folglich noch keine verlässlichen Daten über die Langzeitverträglichkeit vor. Offen bleibt auch die Frage, ob sich die dauernde Verwendung und Stimulation durch Stromimpulse nicht negativ auf den Zungennerv auswirkt. Auch wenn der Zungenschrittmacher inzwischen eine sogenannte CE-Zulassung hat und in Europa verwendet werden darf, steht eine abschließende Beurteilung der Nutzen und Risiken noch aus.

Weitere Behandlungsmethoden

Laser- und Radiofrequenzanwendungen und sonstige Operationen

Zu den weit verbreiteten, teilweise veralteten Behandlungsformen gehören Laser- und Radiofrequenzanwendungen und Operationen am Rachenzäpfchen, Zungengrund und an den Gaumenbögen. Bei diesen Eingriffen soll die Schlafapnoe gemildert werden, indem im Mund- und Rachenraum Gewebe gestrafft oder entfernt wird.

Diese Regionen sind jedoch hochsensibel, elastisch und durch Sprechen, Schlucken, Kauen und Atmen in ständiger Bewegung. Eingriffe an diesen funktionellen Weichteilen sind besonders schmerzhaft. Des Weiteren verursachen derartige OP-Techniken Funktionsschädigungen wie Sprachstörungen, nasale Stimmlage und Flüssigkeitsaustritt durch die Nase (beim Schlucken). Aus diesen Gründen werden derartige OP-Methoden grundsätzlich von Professor Sailer abgelehnt. Er führt mehrmals im Jahr operative Eingriffe durch, um die durch Laser- und Radiofrequenz-Operationen hervorgerufenen Schädigungen wieder zu beseitigen.

Darüber hinaus scheinen die Erfolgsprognosen solcher Operationen bei Schlafapnoe sehr zweifelhaft. Oftmals ist der Therapieerfolg nur von kurzer Dauer, da beim Nachlassen der Gewebespannung derartige OPs teilweise wiederholt werden müssen.

«Zahn- und Schnarchschienen»

Viele Patienten versuchen, ihre Schlafapnoe durch das Tragen von sogenannten Schnarchschienen in den Griff zu bekommen. Diese Zahnschienen verlagern während der Anwendung den Unterkiefer ein wenig nach vorne und erweitern somit die verengten oberen Atemwege geringfügig. Das Tragen über einen längeren Zeitraum kann nicht empfohlen werden, da sie die Gelenkköpfchen des Kiefers in eine Luxationsstellung bringen und Gelenk- und Diskusschäden sowie bleibende Zahnverschiebungen verursachen. In der Klinik Professor Sailer verwendet man deshalb diese Zahnschienen nur kurzzeitig als diagnostisches Mittel.

«Elektrostimulation der oberen Atemwege»

Seit etwa zehn Jahren versucht man der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) durch „transkutane Elektrostimulation“ (transkutan: durch die Haut hindurch) beizukommen. Hier wird eine Elektrode unter dem Kinn, und die andere im Mund platziert. Die Behandlung muss zweimal täglich im Wachzustand für je 30 Minuten durchgeführt werden. Die Elektrostimulationstherapie zeigt keine Nebenwirkungen, kann aber nur bei einer leichten Schlafapnoe etwas Linderung verschaffen. Diese Methode bietet bei mittlerer bis schwerer Schlafapnoe nur sehr begrenzte Erfolge. Bisher wurde bezüglich der Wirksamkeit dieser Therapie keine statistische Signifikanz bewiesen. 

«Lagetherapie, Verhindern der Rückenlage»

Zum Verhindern der Rückenlage im Schlaf nähen sich manche Schlafapnoiker einen Tennisball in das Rückenteil ihres Schlafanzugs. Auf dem Markt sind auch kommerzielle, aufblasbare sog. Rückenlageverhinderungswesten (ähnlich rückwärtigen Schwimmwesten) erhältlich. Die Praxis zeigt, dass durch derartige Hilfsmittel das laute, unregelmäßige Schnarchen nur geringfügig und die Schlafapnoe in keiner Weise therapiert werden kann. Von solchen Vorgehensweisen ist generell abzuraten.

«Alternative Therapien»

Zur Behandlung der Schlafapnoe wird von manchen Befürwortern eine Stärkung der Muskulatur des Mundes und Halses empfohlen. Es gibt Berichte über einen angeblich positiven Effekt von regelmäßigem Musizieren mit Blasinstrumenten, insbesondere mit einem Didgeridoo. Vor allem der Gebrauch von Doppelrohrblattinstrumenten soll die Symptome etwas lindern.

Zahlreiche Firmen bieten auch „Anti-Schnarch-Masken“, Nasenklammern, elektrische Warngeräte, Meditationskurse, Magnetfeldmatten, ätherische Öle usw. zur Eigenbehandlung an. Diese Produkte und Methoden haben bisher keine nachgewiesene Wirksamkeit und stören in manchen Fällen sogar zusätzlich den Nachtschlaf. Außerdem verhindern oder verzögern sie den Beginn einer wirksamen Therapie der obstruktiven Schlafapnoe.

Alle vorgenannten Operationsmethoden und Hilfsmittel können laute Schnarchgeräusche und die Schlafapnoe zum Teil reduzieren. Sie lösen jedoch nicht das Problem der nächtlich verengten oder blockierten Atemwege. Eine lebensgefährliche Unterversorgung mit Sauerstoff während des Schlafes ist weiterhin gegeben. Die dramatischen Folgerisiken wie Herzinsuffizienz oder Gehirnschlag bleiben bestehen.