Folgen

Folgen der Schlafapnoe

Schlafapnoe muss behandelt werden

Atemaussetzer im Schlaf führen zu Sauertsoffmangel!

Die lebensbedrohlichen Folgen der obstruktiven Schlafapnoe sind bedingt durch den Sauerstoffmangel im Blut. Die Atmung wird durch die zu engen Atemwege behindert bzw. blockiert. Dadurch gelangt viel zu wenig Luft in die Lungen. Während der Atemaussetzer sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut rasch ab, das Herz rast, der Blutdruck steigt, es werden Stresshormone wie Kortisol und Adrenalin ausgeschüttet.

1: Sekundenschlaf durch Schlafapnoe

Eine der häufigsten Unfallursachen im Straßenverkehr!

Augenbrennen, starke Müdigkeit, kurzes Zufallen der Augenlider – dies sind deutliche Vorboten für den lebensgefährlichen Sekundenschlaf. Dieser wird in vielen Fällen durch die sogenannte «obstruktive Schlafapnoe» verursacht, welche durch eine Obstruktion (Verschluss) der Atemwege entsteht.

Der Sekundenschlaf am Steuer ist nach Ansicht von Experten für bis zu 25% der Unfälle im Straßenverkehr verantwortlich; laut einer Studie der HUK sogar für 50% der tödlichen Verkehrsunfälle. Somit ist dieser Kurzschlaf noch vor Alkohol- und Drogenmissbrauch eine der häufigsten Unfallursachen. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat gibt an, dass jeder vierte tödliche Unfall auf deutschen Autobahnen auf den Sekundenschlaf zurück zu führen ist. Das verwundert kaum, wenn man bedenkt, dass der Autofahrer während einer Sekunde Schlaf bei einer Autobahn-Richtgeschwindigkeit von 130 km/h über 36 Meter im «Blindflug» zurücklegt. Durch diese Unfälle wegen Übermüdung entsteht alleine in Deutschland ein volkswirtschaftlicher Schaden, der auf ca. 20 Milliarden Euro geschätzt wird.  

Trotz dieser Fakten wird die Schlafapnoe beim Arztbesuch oft nicht richtig diagnostiziert und damit falsch oder gar nicht therapiert.

Dies ist besonders für den Autofahrer ein großes Problem. So urteilte das Landgericht Hannover, dass die eigene Kfz-Kaskoversicherung nicht zahlen muss, wenn der Unfall durch Sekundenschlaf infolge von Schlafapnoe verursacht wurde. Denn unbehandelte Schlafapnoiker dürfen selbst keine Kraftfahrzeuge lenken. Schlimmstenfalls droht der Verlust der Fahrerlaubnis.

Hinzu kommt, dass Sekundenschlaf mit Unfallfolge in Deutschland sogar als Straftat gilt. Nach § 315c StGB ist dies eine Gefährdung des Straßenverkehrs, welche mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren oder mit Geldstrafe belegt wird. Schlafapnoiker, die aufgrund Ihrer Erkrankung einen Unfall verursachen, werden regelmäßig durch Führerscheinentzug vom Straßenverkehr ausgeschlossen.

Um diese Gefahr zu vermeiden, sollte bei Verdacht auf Schlafapnoe in jedem Fall ein Facharzt aufgesucht werden. Denn behandelte Schlafapnoe sichert Sie rechtlich ab und ermöglicht Ihnen mit ruhigem Gewissen die Teilnahme am Straßenverkehr.

Schlafapnoe ist mittlerweile durch eine schmerzlose Operation heilbar. Bei dieser Operation werden durch das Vorverlagern des Ober- und Unterkiefers die oberen Atemwege dauerhaft erweitert. 

2: Schlafapnoe und Schnarchen

Lautes Schnarchen belastet nicht nur die Beziehung zum Partner, sondern ist häufig Symptom einer lebensverkürzenden Krankheit, der sogenannten Schlafapnoe.

Blockierte Atemwege bei obstruktiver Schlafapnoe

Eine obstruktive Schlafapnoe OSAS wird durch den wiederholten Verschluss (Obstruktion) der oberen Atemwege verursacht und ist die am weitesten verbreitete Form schlafbezogener Atemstörungen. Mit zunehmendem Alter erschlafft das Gewebe im Mund- und Rachenraum. Dadurch werden die Luftwege zeitweise blockiert. 

Ursache von Schnarchen

An Engstellen der Atemwege geraten Weichteile wie Gaumensegel und Zäpfchen in Vibration und es entstehen die vertrauten röchelnden und sägenden Geräusche. Im Schlaf kommt es zu einer Abnahme der Muskelspannung im Hals- und Rachenraum. Auch finden sich hier oft anatomische Veränderungen (Nasenpolypen, Verkrümmung der Nasenscheidewand etc.). 

Die Verengung bewirkt einen Unterdruck im Rachenraum. Dadurch fließt der Atem an der Engstelle schneller, die Weichteile beginnen zu flattern und die nächtliche Lärmbelästigung beginnt. Die Ruhestörung erreicht dabei eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel, was etwa dem Lärm eines vorbeifahrenden LKW entspricht. 

Schnarchen bei Frauen und Männern 

Untersuchungen haben ergeben, dass bei Erwachsenen ca. 40% der Frauen und etwa 60% der Männer für nächtliche Unruhe sorgen.

Besonders häufig trifft dies auf übergewichtige Menschen ab etwa 40 Jahren zu. Auch Jüngere, Schlanke und sogar Kinder bleiben davon nicht verschont. Dabei werden allzu leicht die persönlichen und sozialen Folgen übersehen. Schon der «normale» Schnarcher wird fast immer in eine Isolation gedrängt. Der Partner verlässt oft fluchtartig das gemeinsame Schlafzimmer, was zu Frustration und einer schweren Belastung der Beziehung führt. 

Schlafstörung durch Schnarchen 

Der Betroffene bemerkt dabei sein Schnarchen meist gar nicht. Die Konsequenzen sind Mundtrockenheit, Heiserkeit und Halsschmerzen. Viel schlimmer ist, dass die nächtlichen Ruhestörer meistens einen unruhigen Schlaf haben, da die Schnarchzyklen vor allem in den erholsamen Traum- und Tiefschlafphasen vorkommen. Abgeschlagenheit, Nervosität und Müdigkeit auch nach langem Schlaf sind tagsüber die Folge. Gravierendes Schnarchleiden kann, sofern es langfristig auftritt und nicht erkannt wird, das Herz- und Kreislaufsystem erheblich belasten. In diesen Fällen spricht man vom sogenannten obstruktiven Schnarchen. Dabei ist lautes und unregelmäßiges Schnarchen wiederum eine Vorstufe des lebensbedrohenden Schlafapnoe-Syndroms.

Bei dieser Schlafstörung kommt es zu Atemstillständen, die über 1 Minute dauern können. Daraus folgt eine mangelnde Sauerstoffversorgung im gesamten Blutkreislauf. Besonders schwerwiegend wirkt sich das auf die Gehirnfunktionen aus. Es sollte deshalb in jedem Fall von einem Facharzt diagnostisch festgestellt werden, ob es sich «nur» um harmloses Schnarchen oder um lebensgefährliche Schlafapnoe handelt. 

Schnarchen ist ein Symptom der Schlafapnoe

Liegt eine Schlafapnoe vor, kann dies ernste Gesundheitsschädigungen wie Bluthochdruck nach sich ziehen. Krankhaft erhöhter Blutdruck verstärkt massiv das Risiko für Typ 2 Diabetes, Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche. Schlaganfall und Herzinfarkt sind häufig die tragischen Konsequenzen. Um diese lebensverkürzenden Auswirkungen abzuwenden, muss die obstruktive Schlafapnoe professionell behandelt werden.

3: Begleiterscheinungen der Schlafapnoe

Nachts äußert sich diese gefährliche Krankheit durch übermäßiges Durstgefühl, häufige Toilettengänge und sehr starkes Schwitzen. Am Tag leidet dann der Betroffene unter Konzentrationsschwäche und ausgeprägter Müdigkeit bis hin zum Sekundenschlaf. 

Schlafapnoe beeinträchtigt die Lebensqualität in erheblichem Umfang. Findet nachts kein erholsamer Schlaf statt, kann dies tagsüber zu tragischen Konsequenzen führen.

Bei einer Schlafapnoe stockt während des Schlafs immer wieder die Atmung. Diese Atemaussetzer dauern von wenigen Sekunden bis hin zu deutlich über eine Minute. Ursache der Atemstillstände sind meistens verengte bzw. blockierte Atemwege. In diesem Fall spricht man von obstruktiver Schlafapnoe (Obstruktion = Verschließung). 

Da fast alle Schlafapnoiker stark schnarchen, sind es in vielen Fällen die Partner, denen diese bedrohlichen Atemaussetzer auffallen. In Fachkreisen spricht man davon dass sich 80% – 90% der Betroffenen ihrer Erkrankung nicht bewusst sind. Durch die Atemstillstände sinkt der Sauerstoffgehalt im Blut immer wieder bedrohlich ab – bis der Körper «Alarm schlägt». Es kommt zu einer panikartigen Weckreaktion, bei welcher der Schlafende mit einem explosionsartigen Schnarchgeräusch nach Luft ringt und seine Atmung zeitgleich wieder einsetzt. Die häufigen Weckreaktionen werden durch die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin oder Kortisol ausgelöst, um den Schlafenden vor einem plötzlichen Erstickungstod zu schützen. Interessanterweise werden diese nächtlichen Aufwachreflexe von den Betroffenen in der Regel nicht bewusst wahrgenommen. 

Die bis zu mehrere hundert Male vorkommenden nächtlichen Störungen verhindern einen ruhigen und erholsamen Schlaf. Dadurch werden kaum noch Tiefschlafphasen erreicht. Die Nachtruhe ist hier stark gestört und deshalb findet keine ausreichende Regeneration statt. Hinzu kommt dass Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe nachts aufgrund heftigen Harndrangs häufig aufwachen. Die vielen Toilettengänge stören den Schlaf zusätzlich. Betroffene berichten sehr oft dass sie nachts permanent stark schwitzen und beim Aufwachen an übermäßigen Durstgefühlen leiden. Auch die Nierenfunktion wird durch die Schlafapnoe negativ beeinflusst, was sogar zu einer Niereninsuffizienz führen kann. Diese Vorgänge bewirken einen gefährlichen Teufelskreis. 

Die häufigen Atemaussetzer bringen noch weitere Probleme mit sich: Der Schlafapnoiker fühlt sich morgens nicht ausgeruht und hat oft nach dem Aufstehen Kopfschmerzen und Schwindelgefühle. Noch deutlich gravierender ist jedoch dass es zu erhöhter Tagesschläfrigkeit, Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche kommt. Dies kann im Alltag unangenehme und ernst zu nehmende Folgen haben.  

Ob in einer wichtigen Geschäftsbesprechung, beim Bedienen von Maschinen oder im Straßenverkehr: In all diesen Situationen verursachen unausgeschlafene und dadurch unkonzentrierte Menschen Fehler, die sehr tragische Konsequenzen nach sich ziehen können. Durch die Volkskrankheit Schlafapnoe entsteht nach Meinung der Experten ein wirtschaftlicher Schaden in Milliardenhöhe. Das dadurch entstehende menschliche Leid ist nicht zu beziffern. 

Die obstruktive Schlafapnoe verursacht oder verstärkt zudem Übergewicht. Es ist bekannt, dass Übergewicht (Adipositas) den menschlichen Kreislauf stark belastet, aber auch direkt auf die Atemwege drückt. Es ist medizinisch bewiesen dass der Körper nur während eines erholsamen Schlafes Fett verbrennen bzw. eingelagerte Fettdepots wieder abbauen kann. Demzufolge ist es übergewichtigen Schlafapnoikern nahezu unmöglich, die überflüssigen Pfunde zu bekämpfen. Diäten führen in diesen Fällen selten zum gewünschten Erfolg. 

Die Symptome der Schlafapnoe sollten auf jeden Fall von einem Facharzt diagnostisch abgeklärt werden, denn die Schlafstörung kann ernste Folgen wie Bluthochdruck nach sich ziehen. Krankhaft erhöhter Blutdruck verstärkt massiv das Risiko für Typ 2 Diabetes, Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche. Schlaganfall und Herzinfarkt sind oft die tragischen Konsequenzen. Um diese lebensbedrohlichen Folgen abzuwenden, muss die obstruktive Schlafapnoe konsequent behandelt werden.

4: Hoher Blutdruck

Schlafapnoe kann zu lebensgefährlichem Bluthochdruck führen, dem wichtigsten Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Heute sind sich die Mediziner darüber einig, dass Schlafapnoe einen sehr hohen Blutdruck (Hypertonie) verursachen kann. Bluthochdruck fördert die Entstehung von schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Deshalb ist es wichtig der Ursache von hohem Blutdruck auf den Grund zu gehen und etwas dagegen zu unternehmen. Bislang blieb den meisten Patienten in diesem Fall nichts anderes übrig als sich einer lebenslangen, medikamentösen Therapie gegen Bluthochdruck zu unterwerfen. Die möglichen Nebenwirkungen sind z.B. Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und sexuelle Funktions- bzw. Potenzstörungen.

Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es während des Schlafes immer wieder zu Atemstillständen (obstruktiv, lateinisch: «blockiert» – Apnoe, griechisch: «Atemstillstand»).

Diese Atemstillstände dauern teilweise länger als eine Minute, bevor der Schlafende mit einem explosionsartigen Schnarchgeräusch nach Luft ringt und seine Atmung wieder einsetzt.

Es kommt also zu andauernden nächtlichen Weckreaktionen, die für eine Ausschüttung von Stresshormonen sorgen. Dadurch wird der sogenannte Sympathikus, der im Körper für hohe Leistungs- und Abwehrbereitschaft sorgen soll, immer wieder aktiviert. Dieser Sympathikus ist Teil des vegetativen Nervensystems und lässt bei Gefahr den Blutdruck steigen. Da längere Atempausen wegen Sauerstoffmangels lebensbedrohlich sind, reagiert der Sympathikus und hält folglich den Blutdruck permanent hoch. So verwundert es nicht, dass die so ausgelöste andauernde Blutdruckerhöhung mit Medikamenten oft nur schwer bzw. unter Nebenwirkungen behandelbar ist.

Wenn die wirkliche Ursache des Bluthochdrucks, nämlich die obstruktive Schlafapnoe nicht erkannt wird, laufen diese Patienten Gefahr von ärztlicher Seite eine völlig falsche Therapie verordnet zu bekommen.

So werden beispielsweise blutdrucksenkende Medikamente verschrieben, die sich sowohl ungünstig auf das Krankheitsbild Schlafapnoe auswirken, als auch die natürliche Wachfunktion negativ beeinträchtigen. Diese Behandlung würde folglich dem Patienten mehr schaden als Nutzen zu bringen.

Die durch die Schlafapnoe verursachten nächtlichen Atemstillstände führen auch zu einer niedrigen Sauerstoffkonzentration im Blut. Dadurch steigt zusätzlich die Konzentration des sogenannten Endothelins – eines Hormons, welches die Engstellung der Blutgefäße reguliert.

Auch die Aktivierung dieses Endothelins erhöht den Blutdruck und das Herz- und Kreislaufsystem wird durch die verengten Gefäße noch stärker belastet.

Bei gesunden Menschen sinkt nachts normalerweise der Blutdruck um 10% bis 15%. Bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe führen die oben genannten Vorgänge zu einem gefährlichen Anstieg des nächtlichen Blutdruckes. Dieser verbleibt dann dauerhaft auf einem schlechten und auch am Tag erhöhten Wert.

Liegt also bei einem Patienten ein Bluthochdruck vor, welcher von einer obstruktiven Schlafapnoe verursacht wurde, sollte sofort reagiert werden. Die Schlafapnoe muss dann konsequent behandelt werden, um lebensbedrohliche Folgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall abzuwenden.

5: Herzinfarkt und Schlaganfall

Herz-Kreislauf-Patienten, die auch an obstruktiver Schlafapnoe leiden, leben gefährlich. Das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall steigt dramatisch an.

In neuesten Studien wurde festgestellt dass ca. 9% der Männer und ca. 4% der Frauen an einer sogenannten obstruktiven Schlafapnoe leiden. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung bei der die Atmung während des Schlafes sehr oft für einen Zeitraum von einigen Sekunden bis zu über einer Minute aussetzt. Dies geschieht aufgrund einer Blockade  (Obstruktion) der Atemwege durch die zu weit nach hinten gelagerte Zunge des Schläfers. Beendet werden diese Atemstillstände durch eine Aufweckreaktion (Alarmsignal des Körpers), wodurch der Schlaf in seiner Qualität extrem verschlechtert wird.

Die häufigen Weckreaktionen werden durch die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin oder Kortisol ausgelöst, um den Schlafenden vor einem plötzlichen Erstickungstod zu schützen. Parallel zu den Atempausen erfolgt nahezu immer ein deutlicher Anstieg des Blutdruckes. Die Atemstillstände im Schlaf führen zu einer mangelnden Belüftung der Lunge. Es kommt dann zu einem Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut. Die Erhöhung des Blutdruckes ist umso ausgeprägter, je geringer die Sauerstoffkonzentration im Blut ist und je länger und öfter die Atemaussetzer im Schlaf auftreten. Dies fordert vom Herzen eine Mehrarbeit gerade zu einer Zeit, in der es vermindert mit Sauerstoff versorgt wird. 

Herzschwäche plus Atemaussetzer – eine brisante Mischung

Herzpatienten unterschätzen häufig die Gefahr durch die obstruktive Schlafapnoe. Da der Körper von Schlafapnoikern während des Schlafes mit zu wenig Sauerstoff versorgt wird, vermindert sich die Blutzufuhr zum Herzen, was den Herzmuskel langfristig schädigt. Es kommt häufig zu Herzrhythmusstörungen und auch zu einer Pumpschwäche des Herzens (Herzinsuffizienz). Dies können Vorläufer und Warnzeichen für eine plötzliche Herzattacke sein. So kann auch eine anhaltende Durchblutungsstörung von Teilen des Herzmuskels (Ischämie) entstehen. Ein oft tödlicher Herzinfarkt aufgrund obstruktiver Schlafapnoe ist dann die Folge.

Im «Reha-Sleep-Register» wurden laut «Medical Tribune» Daten von rund 1200 Herzpatienten ausgewertet. Hier wurde festgestellt dass nur jeder dritte Kardio-Reha-Patient nachts normal atmet. 33% wiesen zumindest eine mittelschwere Schlafapnoe auf.

Sterberisiko: Schlaganfall aufgrund von unbehandelter Schlafapnoe

Bei Patienten mit obstruktiver Schlafapnoe kommt es durch die andauernde Erhöhung des Blutdruckes und den eklatanten Sauerstoffmangel im Blut zu einer starken Belastung für Herz, Kreislauf und Gehirn. Ein Grund für das erhöhte Sterberisiko bei Schlafapnoikern ist die Schädigung der Gehirnzellen durch die mit der Krankheit verbundene Mangeldurchblutung. Nach jedem nächtlichen Atemaussetzer nehmen Blutflussgeschwindigkeit und arterieller Druck im Gehirn zunächst zu und sinken dann auf ein Minimum ab. Als Folge dieser raschen Veränderungen kann es zu einem lebensgefährlichen Hirninfarkt (zerebrale Ischämie) kommen. Der Sauerstoffmangel (Hypoxie) verursacht einen Entzündungsprozess in den Gefäßen. So entstehen arteriosklerotische Ablagerungen in den Halsschlagadern. Die Ablagerungen verengen diese Schlagadern und es kommt zu Blutgerinnseln. Diese können zum Verschluss eines Gefäßes (Thrombose, Embolie) führen, da sie mit dem Blutstrom ins Gehirn verschleppt werden. So kommt es zum gefürchteten Schlaganfall, den rund 200.000 Bundesbürger jährlich erleiden. In Deutschland gibt es mehr als eine Million Patienten, die mit körperlichen oder geistigen Behinderungen als Folge eines Schlaganfalls leben müssen. Es handelt sich meistens um bleibende Auswirkungen wie Lähmungen oder Sprachstörungen. Eine schwedische Studie hat ergeben dass Schlafapnoe das Sterberisiko bei Schlaganfällen um 75% erhöht.

Dies zeigt dass bei obstruktiver Schlafapnoe akute Lebensgefahr besteht. Schlaganfall oder Herzinfarkt können in vielen Fällen vermieden werden, wenn die Ursache der Schlafapnoe rechtzeitig beseitigt wird.

Durch die von Prof. Sailer entwickelte und weltweit einzigartige Operation «Rotation Advancement» wird die obstruktive Schlafapnoe für immer geheilt. Wichtig ist auch zu wissen, dass sogar Patienten nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall mit dieser Operationsmethode therapiert werden können. Die deutlich verkürzte Lebenserwartung dieser hochgefährdeten Patientengruppen gehört damit der Vergangenheit an.

6: Schlafapnoe und Diabetes 

Durch beide Krankheiten entsteht ein äußerst gefährliches Wechselspiel:

Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es während des Schlafes immer wieder zu Atemstillständen (obstruktiv, lateinisch: «blockiert» – Apnoe, griechisch: «Atemstillstand»).

Diese Atemstillstände dauern teilweise länger als eine Minute, bevor der Schlafende mit einem explosionsartigen Schnarchgeräusch nach Luft ringt und seine Atmung wieder einsetzt.

Nur wenigen ist bekannt dass Menschen mit Schlafapnoe ein massiv erhöhtes Risiko haben, an Typ 2 Diabetes zu erkranken. Dies ist leicht nachvollziehbar, wenn man weiß dass hier die häufigen nächtlichen Atemaussetzer und die dadurch ausgelösten Weckreaktionen das Gehirn und den Körper enorm unter Stress setzen. Bei Schlafapnoikern werden dann nachts vermehrt Stresshormone wie Adrenalin und Kortisol ausgeschüttet. Diese lassen den Blutdruck im Schlaf in die Höhe schießen und setzen Zuckerreserven aus der Leber frei. Gleichzeitig hemmen die Stresshormone die Wirkung des körpereigenen Insulins. Durch diese nächtliche Dauerbelastung wird der Blutzuckerspiegel permanent erhöht. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel verursacht Durstgefühle («trockener Mund») und sorgt nachts für häufigen Harndrang. Durch diese Weckreaktionen wird die Nachtruhe zusätzlich gestört. Der Körper kann sich so nicht mehr ausreichend regenerieren, da bei diesem Krankheitsbild an erholsamen Schlaf nicht mehr zu denken ist. Diese Vorgänge führen auf Dauer zu einer sogenannten Insulinresistenz, welche als Hauptursache von Typ 2 Diabetes gilt.

Bei einer schon bestehenden Typ 2 Diabetes kann sich obstruktive Schlafapnoe wie ein «Brandbeschleuniger» auswirken, da die häufigen nächtlichen Atemaussetzer diese Krankheit noch verschlimmern. Hinzu kommt auch dass viele Diabetiker dadurch große Schwierigkeiten haben, ihren Blutzuckerspiegel korrekt einzustellen. 

Die Häufigkeit schlafbezogener Atmungsstörungen wird bei Diabetikern auf fast 60 % geschätzt. Dies zeigt dass der Weg von der Schlafapnoe zum Typ 2 Diabetes keine Einbahnstrasse ist. Augenscheinlich beeinflussen sich diese beiden Krankheiten wechselseitig negativ. Schlafapnoe erhöht das Diabetesrisiko, während Diabetes das Krankheitsbild der Schlafapnoe weiter verschlechtert. So entsteht ein lebensbedrohlicher Teufelskreis.

Leider kommt es bei diesen beiden Krankheiten zu weiteren verhängnisvollen Wechselwirkungen. Da sowohl obstruktive Schlafapnoe als auch Typ 2 Diabetes das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall stark erhöhen, handelt es sich hierbei um eine sehr gefährliche Kombination. Wenn jemand an beiden Krankheiten gleichzeitig leidet, verdoppelt sich sein Herz-Kreislauf-Risiko nicht einfach nur, es steigt dramatisch an.

So sind bedauerlicherweise Schlaganfälle oder Herzinfarkte, die dann Menschen jeden Alters treffen können, oft auf die verhängnisvolle Kombination der Krankheiten Schlafapnoe und Typ 2 Diabetes zurückzuführen.

Da Schlafapnoe mittlerweile durch eine schmerzfreie Operation heilbar ist, können hier präventive Maßnahmen im Vorfeld eingeleitet werden, um diese lebensbedrohlichen Folgen abzuwenden.

7: Schlafapnoe und Depressionen

Beide Krankheiten treten oft parallel auf – mit verhängnisvollen Auswirkungen für die Betroffenen:

Depressive Erkrankungen gehen fast immer mit Schlafproblemen einher. Das hat eine kürzlich veröffentlichte Studie («HypnoLaus-Studie») gezeigt, bei der 2121 Probanden (Alter: 40 – 65 Jahre) untersucht wurden: 49,7% der Männer und 23,4% der Frauen litten unter einer sogenannten «obstruktiven Schlafapnoe» (Beschwerdebild, das durch Atemstillstände während des Schlafes verursacht wird). Bei dieser Studie konnte auch ein eindeutiger Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und schweren Depressionen nachgewiesen werden.

Die nächtlichen Atemstillstände, die durch die obstruktive Schlafapnoe verursacht werden, sorgen für andauernde Weckreaktionen und machen einen erholsamen Schlaf unmöglich. Diese schlafbezogenen Atmungsstörungen führen oft zu Depressionen. Dadurch wird die Lebensqualität der Betroffenen enorm reduziert. 

Durch Nervenbotenstoffe im Gehirn wie Serotonin und Noradrenalin wird unter anderem der Wach- und Schlafzustand, aber auch der Gemütszustand geregelt. Gibt es in den zuständigen Nervenzentren Ausfälle aufgrund eines gestörten Schlafes, kann dies verheerende Auswirkungen auf die Psyche haben.

Die Diagnose einer Depression bei Patienten mit Schlafapnoe ist äußerst schwierig, da viele Symptome bei beiden Krankheitsbildern gleichzeitig auftreten. 

Gemeinsame Symptome von depressiven Patienten und Schlafapnoikern sind:

Gemeinsame psychische Symptome:

  • Antriebslosigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Frustration
  • Gedächtnisstörungen
  • unkontrollierbare Ängste
  • Pessimismus
  • Schwermut

Gemeinsame physische Symptome:

  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit (tagsüber)
  • Herzbeschwerden
  • Schweißausbrüche (nachts)
  • Erschöpfung und Energielosigkeit
  • Kreislaufbeschwerden
  • Mundtrockenheit (nachts)
  • Schwindelgefühle
  • Kopfschmerzen (morgens)
  • Verspannungen
  • Libidoverlust und Impotenz

Die negativen Folgen beim Vorliegen beider Erkrankungen sind durch Studien sehr gut belegt. Laut einer Untersuchung des schlafmedizinischen Zentrums Nürnberg liegt das gemeinsame Vorkommen von obstruktiver Schlafapnoe und starken Depressionen bei fast 25%. In diesen Fällen addieren sich die schädlichen Konsequenzen beider Krankheiten nicht nur, sondern sie potenzieren sich. Dass Schlafapnoiker mit massiven Depressionen oft verzweifelt sind, ist deshalb nur allzu verständlich.  

Aus diesem Grund raten Fachleute depressiven Patienten mit obigen Symptomen, umgehend einen Facharzt aufzusuchen und abzuklären, ob hier auch eine Schlafapnoe vorliegt.

Durch Heilung der obstruktiven Schlafapnoe wird in nahezu allen Fällen auch eine deutliche Verbesserung von extremen Depressionen erreicht. Darüber hinaus wird auch anderen zum Teil lebensbedrohlichen Folgeerkrankungen der Schlafapnoe, wie Diabetes, Schlaganfall oder Herzinfarkt, vorgebeugt.

8: Asthma und Schlafapnoe

Lebensgefahr durch Sauerstoffmangel:

Asthma (griechisch: «Atemnot») ist eine chronische und entzündliche Erkrankung der Atemwege mit dauerhaft bestehender Überempfindlichkeit der Bronchien. Die Schleimhaut der Atemwege reagiert krankhaft auf verschiedene Reize. Die Folgen sind Engegefühl in der Brust, Husten, Atemnot und wiederkehrende Erstickungsanfälle, die sogar bis zum Tod führen können.

Menschen mit Asthma leiden sehr häufig unter nächtlichen Atemaussetzern beim Schnarchen. Bei diesem Beschwerdebild spricht man von der sogenannten obstruktiven Schlafapnoe. (obstruktiv, lateinisch: «blockiert» – Apnoe, griechisch: «Atemstillstand»). Diese Atemstillstände können deutlich länger als eine Minute dauern, bevor der Schlafende mit einem explosionsartigen Schnarchgeräusch nach Luft ringt und seine Atmung wieder einsetzt.

Die Schlafapnoe hat ernsthafte Folgen: Sie führt häufig zu Erkrankungen wie Typ 2 Diabetes, Bluthochdruck oder Niereninsuffizienz. Zusätzliche gefährliche Auswirkungen sind oft auch Herz- und Kreislauferkrankungen wie Schlaganfall und Herzinfarkt.

Löst Asthma die gefährliche Schlafapnoe aus – oder ist es umgekehrt?

Dieser Frage ist eine Forschergruppe um Teamleiterin Mihaela Teodorescu von der «Wisconsin School of Medicine and Public Health» nachgegangen. Hier wurden Daten von 547 Teilnehmern in einer großen Studie ausgewertet. Dabei wurde festgestellt dass die an der Untersuchung teilnehmenden Asthmatiker weit häufiger eine obstruktive Schlafapnoe entwickelten als gesunde Probanden. Die Auswertungen der Studie ergaben dass vor allem Asthmatiker, die älter als 36 Jahre waren, stärker schnarchten und vermehrt zu nächtlichen Atemaussetzern neigten. Zudem verlief bei ihnen die Erkrankung meist besonders schwer. 

Asthmatiker benötigen oft zur Linderung ihrer Beschwerden eine Kortisontherapie. Die Forscher gehen davon aus dass die Strukturen und Funktionen der oberen Atemwege hierdurch negativ verändert werden. Das Ergebnis der Studie war: Asthma-Patienten, die sich Kortison verabreichen müssen, lagern meistens in der Halsregion Fett ein. So entsteht in diesem sensiblen Bereich eine spürbare Verengung, die das Atmen erheblich erschwert und auch das Schlafapnoe-Syndrom nachweislich verschlechtert.

Ursachen von Asthma und Schlafapnoe

Es ist leicht nachvollziehbar dass verengte Atemwege zu andauernder Luftnot führen und Asthmatikern das Leben zusätzlich erschweren. Eine Verengung oder sogar Blockierung der Atemwege ist wider Erwarten auch die Ursache der obstruktiven Schlafapnoe. Bei Schlafapnoikern liegt die Zunge aufgrund eines kleinen und zu wenig nach vorne gewachsenen Unterkiefers zu weit hinten in der Mundhöhle. Die Zunge behindert dann aufgrund von Platzmangel die Atemwege. Im Schlaf fällt diese nach hinten und verschließt wie ein Korken die Luftwege. Dies macht klar dass sich in sehr vielen Fällen die negativen Auswirkungen von Asthma und Schlafapnoe gegenseitig verstärken, ja sogar potenzieren. Die Folgen dieses permanenten Sauerstoffmangels können lebensgefährlich sein.

Behebung der Ursache

Die Lösung der Problematik besteht in der einzig sinnvollen, operativen Behandlung dieses Beschwerdebildes. In der Klinik Professor Sailer werden durch eine schmerzlose Vorverlagerung der beiden Kiefer die Atemwege sehr stark erweitert. Die Lunge wird dadurch optimal mit Sauerstoff versorgt und Atemprobleme gehören dann der Vergangenheit an.